Reset Center Blog

Lass Deine Seele sprechen

 

Lass deine Seele sprechen

 

Es gibt eine uralte Therapieform bei der sich ein Mensch aus freien Stücken und mit dem Wunsch des „zu sich selbst Kommens“  für eine gewisse Zeit in völlige Dunkelheit begibt. Die Zeitspanne liegt bei einigen Tagen bis zu Wochen. Heute bezeichnen wir diese  Therapieform  als „Dunkeltherapie“ oder  „Dunkelretreat“. 

 

In gewisser Weise geschieht beim Floaten das Gleiche wie in dieser alten Therapieform. Die hochenergetischen spirituellen Erfahrungen und die Stationen der Selbstfindung treten schneller auf und sind durch die Deprivation aller Sinneswahrnehmungen deutlich intensiver. Während in der Dunkeltherapie nur der visuelle Sinnesreiz verhindert wird, Fühlen, Hören, Schmecken und Riechen jedoch nicht, verlagert das physische Gehirn seine Aufmerksamkeit auf die verbliebenen Reize. Das merken wir an einer deutlich besseren taktilen Sensibilität, deutlicherem Hören und sensibleren Reaktionen auf Geruch und Geschmack. Das Gehirn versucht dadurch die Wahrnehmung der Außenwelt aufrecht zu erhalten, auch wenn der wichtige visuelle Reiz verschwunden ist.

Das geschieht beim Floaten nicht.

Neben der Dunkelheit, werden die Höreindrücke durch die akustisch dämpfende Sole stark vermindert. Das Fühlen und die Wahrnehmung des eigenen Körpers tritt in den Hintergrund und verliert seine Faszination. Nur Geruch und Geschmack verbleiben ungedämmt, können aber die drei Hauptwahrnehmungen „Sehen, Hören, Fühlen“ nicht ersetzen und das physische Gehirn gibt diesen Versuch sehr schnell auf. Es wendet sich dann dem inneren Geschehen zu.  Ohne  äußere Reize melden sich zunächst die inneren Geräusche des lebenden Körpers:  Das Geräusch des Atem-Luftstroms, das dumpfe Pochen des Herzens, das Rauschen des Blutes. Mit etwas Übung kann man sich von der Faszination dieser Geräusche lösen und gerät in einen Zustand des „floatens“ in einer nicht weiter zu beschreibenden dunklen Leere. Im besten Fall erlebt man hier den Zustand „der Abwesenheit von Gedanken“ und treibt absichts- und ziellos umher. Diese Umhertreiben ist zwar vom eigenen Bewusstsein her gesehen absichts- und ziellos, hat jedoch eine Richtung und diese führt nach innen in Bereiche, die bisher nur durch langjährige Meditation erreicht werden konnten.

Diese „Seelenbereiche“ sind uns nicht unbekannt, aber das Wissen um diese Gefilde ist im Westen seit Jahrhunderten nicht mehr gelehrt worden. In diesen Gebieten der ewigen Seele treffen wir auf  hypnagoge Bilder, die uns das Unbewusste schickt, das so mit uns kommuniziert. Diese Tiefenbilder lösen Probleme und heilen, auf ganz ähnliche Art, wie es in der Hypnotherapie, der KIP (Katathym Imaginative Psychotherapie) bzw. schamanischen Trancereisen geschieht. 

Diese Erlebnisse sind meistens positiv und erhebend, können jedoch auch – je nach persönlicher Konstitution – alptraumhafte Formen annehmen. Mit der Zeit jedoch verblasst dieses bildhafte Geschehen und macht Platz für den Dialog  mit der inneren Stimme. In diesem Stadium des Floatens kann es geschehen, dass einzigartige Wahrheiten und Weisheit in Erkenntnisblitzen bewusst werden. Dieses innere Wissen ist völlig klar und im Augenblick präsent. Es hilft Entscheidungen zu treffen und den eigenen Weg klar vor sich zu sehen. Selbst Antworten auf unsere wichtigen Lebensfragen kommen plötzlich und ganz von allein zu uns.

All das geschieht ohne die uns bekannte rationale Denkarbeit. Es sind keine Gedanken, die sich in Ursache-Wirkung Ketten abbilden, sondern es sind sich spontan bildende neuronale Prozesse, die intuitiv und als Ganzes erfasst werden. Viele davon versinken so schnell, wie sie erschienen sind und tauchen erst Monate später wieder in der Erinnerung des Floaters auf.
Als wäre es gerade eben geschehen.

 

Was ich hier beschreibe ist natürlich eine komprimierte Geschichte. Um alle  „Zustände“ des Floatens zu durchlaufen sind mehr als eine Floating Zeit erforderlich. Auch wenn das Floaten den Weg nach innen stark beschleunigt, so kann es doch die, im Unbewussten eines Menschen angelegten, Bremsen nicht plötzlich außer Kraft setzen. Das verhindert seine immanente Intelligenz, denn es will den Floater ja in seine Selbsterkenntnis führen und ihm keine Schwierigkeiten bereiten.

Um in den bewussten Zustand des Seins unter  „Abwesenheit der Gedanken“ zu kommen sind schon 3 bis 5 einstündige Floatings nötig. Die Ebene der „gedankenlosen Leere“ zu durchqueren kann noch einmal so viele Floatings erfordern.

Jedoch ist es so, dass hier jetzt die Länge der Floating Sessions eine maßgebliche Rolle spielt: Je länger eine Session wird, desto tiefer wird der Floatingzustand und desto eher kommen wir in Kontakt mit den Tiefenschichten unseres Wesens.

Jeder Floater erfährt seine Zeit des Floatens auf seine ganz persönliche Weise. Auch wenn viele spirituelle Erlebnisse möglich sind, gibt es doch die Hürden des „Egos“ zu überwinden, das das Vorhaben mit Unruhe, Angst, Aggressionen, Harndrang, Hunger und Ähnlichem zu verhindern sucht.

 

Eine vertiefte Wahrnehmung von sich selbst, die Inneneinkehr, die Beobachtung der mentalen Prozesse oder die Entdeckung des  Urlichts oder des Urtons  tritt erst ein, wenn der Floater sich ohne Rückhalt und Hintertürchen der Begegnung mit den Seelenkräften hingeben kann. Erst dann werden von seinem Unbewussten die ihm vorstellbaren Geistwesen, Lichtgestalten, personifizierten Naturkräfte, Gespräche mit Verstorbenen usw. als Lernerfahrung verfügbar gemacht.

Nur das Unbewusste weiß, wann der richtige Zeitpunkt für eine solche Erfahrung gekommen ist. 

Wenn wir – das Ego - weit genug loslassen, endet die Projektion des „Außen“ und die Betrachtung des Geistes kehrt wieder auf sich selbst zurück. Dann schauen wir tatsächlich nach innen, auf die reine Bewegung des Geistes, der in seinem Gefolge das Universum erschafft. Wir können dann plötzlich das ganze  Paradox begreifen und auflösen ohne auch nur einen Gedanken gedacht zu haben. So kommen wir in den Zustand der Einheit, der sich jenseits jeglicher „Ich Erfahrung“ befindet. Dann sind wir in einem anderen Seins-Zustand angekommen, der so wenig beschreibbar ist wie der Geschmack von „blanc manger“

 

Meditation – Seit Jahrtausenden der Königsweg zur Erleuchtung

Für mich ist die Meditation nach wie vor der beste Weg  zur Beantwortung der Frage nach dem „Wer bin ich?“  Doch mit dem Floaten haben wir ein neues Werkzeug erhalten, das wir aber bisher nur wenig verstanden haben. Es kann den ursprünglichen Weg zur „Erleuchtung“ um ein Vielfaches beschleunigen. Solange Floaten jedoch weitgehend nur auf der Ebene des „Wellness“ verwendet wird, bleibt der Floating Pool ein mit sieben Siegeln verschlossenes Buch. Selbst dann, wenn heute viele Universitäten an den Wirkungen des Floatens forschen.

Die Entwicklung des Menschen ist nicht von seinem Wissen abhängig, sondern von dem, was wir „spirituelle Reife“ nennen sollten. Es ist eine Zunahme an Herzenswärme, Mitgefühl, Aufrichtigkeit, Selbstlosigkeit und Liebe. Diese „Tugenden“ sind den gesellschaftlichen Werten weitgehend diametral entgegengesetzt. Diese spirituelle Reife kann einen Grad annehmen, der das Floatingbecken im inneren Licht schimmern lässt. Erleuchtung bekommt so eine ganz andere, neue Bedeutung.

 

Der Reizentzug ist eine immer tiefer gehende heilsame Erfahrung. Er heilt uns von der Übermacht des Egos oder des Tamagotchis, wie ich es liebevoller nennen möchte.  Ohne Reize gibt es die Welt des Tamagotchis nicht. Das ist wie ich Eingangs erwähnte bereits seit Jahrhunderten bekannt. Der Rückzug in Kivas, Höhlen und fensterlose Tempel, wurde in allen Kulturen der Welt ausgeübt und galt als der „Königsweg der Meditation“. Einer Meditation, die auf den Möglichkeiten der jeweiligen Welt fußend, zur Wahrnehmungs-Reizverringerung und Entkonditionierung diente. Diese fortgeschrittene Art der Meditation kann heute durch den Aufenthalt im Floatingpool ersetzt werden. Sobald man sich ehrlich genug auf das Floaten einlassen kann, beginnt man ganz automatisch hohe spirituelle Erfahrungen zu machen, die sonst nur mit vielen Jahren traditioneller Meditation zu erreichen sind. Speziell für spirituell Suchende, die nach echten spirituelle Erfahrungen dürsten, bietet das Floaten eine ausgezeichnete Möglichkeit in die eigene Tiefen zu kommen.

 

Floaten – Begebe dich auf deine Reise zur tiefen inneren Ruhe

Den ganzen Tag werden wir  von  Wahrnehmungsreizen gelenkt, die  über unsere Sinne auf uns einstürzen und mehr oder weniger bewusst aufgenommen werden. Die Verarbeitung der Sinnes- Reize beansprucht bis zu 80% der Gehirnleistung. Auf die meisten dieser Reize achten wir nicht, sie bleiben unbewusst, gelangen aber trotzdem in unser Unterbewusstsein. Dort verdichten sie sich zu neuronalen Netzen, die uns dann als „Glaubenssätze“ steuern. Es sind diese unbewusst aufgenommenen Wahrnehmungen, die unser Leben aus unserer Sicht meist negativ beeinflussen. Sie steuern uns so unbewusst, dass wir oftmals nicht mal wissen warum wir so und nicht anders Denken und Handeln.

Natürlich ist die Wahrnehmung für uns ein wichtiges Werkzeug, um uns in der komplexen Umwelt des Alltags zurechtzufinden. Sie lenkt uns durch unser Leben und doch vergessen wir, dass dieses beständige geschäftighalten des Gehirns uns  davon abhält, unvoreingenommen mit uns selbst und unserer Umwelt zu kommunizieren. Viele Menschen, die regelmäßig meditieren, streben einen Zustand des ausgeglichenen Geistes an, der sich nicht mehr von den Reizen der äußeren Welt verwirren lässt. Um diesen Zustand zu erreichen ist das „dimmen“ der Wahrnehmung eine unverzichtbare Voraussetzung – und genau das geschieht beim Floaten ganz automatisch.
Stille, Dunkelheit und allein sein mit sich selbst sind Urkräfte, die uns helfen uns persönlich und spirituell  weiter zu entwickeln. Geben wir uns ihnen länger hin, erleben wir eine immer tiefer gehende heilsame Erfahrung, die aus uns selbst heraus erwächst und doch viel größer ist als wir.

 

Floaten – Die spirituelle Ruhepause

Die für unsere Kultur erst einmal recht neue – sie wurde erst 1953 vom amerikanischen Neurologen Dr. John C. Lilly entwickelt -  und ungewöhnliche Methode, vereint gleich mehrere Vorteile auf sich und macht sich dadurch im westlichen Denken zunächst auch verdächtig. Denn wie kann es ein „Perpeteum Mobile“ geben, wo doch der Energieerhaltungssatz wissenschaftlich unstrittig ist? Ich denke wir leben am Beginn einer neuen Zeit und erhalten Werkzeuge und Methoden, die den bisherigen soweit überlegen sind, wie ein Smartphone einem Telefon aus den 60igern. Es ist eine Weiterentwicklung, weil sich die Menschen weiter entwickeln und es geht nicht um eine Fortführung bisheriger Werte, sondern um eine „religio“ eine Rückbindung an die spirituellen Werte, die den Menschen im Grunde ausmachen.

Hier liegt der primäre Vorteil des Floatens: Es benötigt keine Lehre, keine Programmierung durch vorhandenes Wissen. Es konfrontiert den Menschen allein mit sich selbst und geht so den direkten Weg in das, was ich „Wirklichkeit“ nennen möchte. Durch die weitgehende Ausschaltung der Wahrnehmung befreien wir uns im Floaten von der andauernden Neuprogrammierung durch die Sinne und entfernen damit die größte Ablenkung für das Bewusstsein. So kann es sich selbst beobachten und nach kurzer Zeit stellt sich ganz von allein eine  Bewusstseinserweiterung ein, die uns als Einzelnen und als Menschheit aus der Dunkelheit des Kali-Yuga heraushebt und zu dem werden lässt, was wir immer schon sind: Lichtwesen.

 

Hans Rosegger, Reset Center
(c) Nov/2016

 

Floaten und Gehirn

 

Das Gehirn, der  Biocomputer, des Menschen arbeitet jeden Tag fleißig und ohne Unterlass.  Er programmiert, wird programmiert und frönt seiner Informations-Sucht. Die einzige wirkliche Ruhepause ist die Zeit, wo sich das hochfrequente Bewusstsein  des Menschen verabschiedet. Üblicherweise nennen wir das „schlafen“. 

Nachts im  Bett, lassen wir vom bewussten Denken los, lassen alles beiseite, was es an weltlichen Bedingungen zu beachten gilt und dringen in Sphären vor,  die nicht zum gewohnten Alltag und zur normierten,  allgemeinverbindlichen Realität gehören. Wir verlassen den Bewusstseinsbereich, der größtenteils durch uns und die Gesellschaft programmiert wird.  Ähnliches passiert in der Meditation oder dem luziden Träumen. Es spielt sich meist alles zu einer Zeit ab,  in der wir in der  Übereinkunft leben, ungestört zu sein.

Es gibt aber noch einen Ort, an dem man die seltene Freiheit des Geistes erfahren kann. Einen Ort, an dem man denken und fühlen kann,  was man sich selbst und kein anderer für einen aussucht. Einen Ort, an dem man sich selbst erforschen kann und seine Rolle in dem großen Spiel des universalen Selbst.

Dieser Ort hat verschiedene Namen erhalten:  Samadhitank, Isolationstank, Floatingtank.
Es ist ein Platz, den man aufsucht um "nichts" zu erfahren und trotzdem Antworten zu finden.

Welche Fragen dabei vom Denken gestellt werden ist unerheblich. Ein guter Anfang ist die  eine große Frage:  „Wer bin ich?“ Jedoch sind alle Fragen gleichermaßen geeignet, denn alle stammen aus dem Denken und sind damit für das folgende Geschehen gleichermaßen unwichtig.

Sie dienen zunächst nur der Konzentration des Willens, damit dieser nicht ziellos umherschweift. In einer  Welt mit stark reduzierter Sinneswahrnehmung besteht die Gefahr der geistigen Zerstreuung, weil kein Reiz die Aufmerksamkeit bündelt.

Die Folge ist ein stetiges Hüpfen von einem Gedankengang in den nächsten ohne Ende und ohne Sinn.  Wird jedoch eine in der Seele brennende  Frage aufrecht erhalten, konzentriert sich der Geist auf diese Stelle und fördert ein Universum an Antworten in das Bewusstsein. Manchmal so viele, dass sich der Mensch überflutet und hilflos der Überschwemmung ausgeliefert fühlt.  So richtig, logisch, erhaben und tiefsinnig dieses Universum der Antworten auch sein mag, es ist ein Produkt des Denkens. Es ist ein Ausgraben von altem, seit Äonen angelegtem Wissen. Als bereits vorhandenes Wissen taugt es jedoch nur dazu, eine bereits gestellte Frage mit bereits gegebenen Antworten einzulösen.

Es geschieht nur eine Wiederholung, wenngleich auch die wunderbare des vermeintlichen Lernens.

Sind wir jedoch tatsächlich und mit voller Absicht auf dem Rückweg in unsere wahre Natur, werden wir dieses Universum der Antworten als das erkennen müssen, was es ist: Ein Versuch uns vom einzig richtigen Weg abzubringen.

Diese Erkenntnis ist oft schmerzlich und wir kämpfen mit allem was uns zur Verfügung steht dagegen an. Doch wollen wir tatsächlich zu uns kommen, müssen wir das Universum der Fragen,  des  Denkens und des Wissen Ansammelns verlassen. Wir müssen erkennen, dass jedes Wissen, jede Information den Rückweg verstellt. Wir müssen bereit sein, alles Alte und alles Neue los zu lassen und uns in einen  Zustand absichtsloser  Existenz begeben. Erst wenn alles Angesammelte als Versuch der Ablenkung erkannt  und losgelassen wurde, öffnet sich das Tor zu „Unio mystica“.  Dieser Zustand  ist dadurch gekennzeichnet, dass er niemals denkerisch erfassbar ist, weil er in einer anderen Existenzebene stattfindet. Es sind tausende Bücher darüber geschrieben und Millionen Worte darüber gesagt worden und doch muss die „Unio mystica“ von jedem Menschen selbst erlebt werden. Ohne diese Erfahrung bleibt die menschliche Entwicklung auf einer oberflächlichen mentalen Stufe stecken.

In dem wir uns der Versuchung dauernder Erklärungen entziehen, zermürben wir die Struktur des spiegelnden Denkens, das uns von der Erkenntnis der Wahrheit fern hält. In dem wir uns immer wieder aufs  Neue dem Loslassen jeglicher  Gedanken und ihren Wissensstrukturen hingeben öffnen sich mit absoluter Gewissheit die  Tore, die zur Unio mystica, der Vereinigung mit dem eigenen Wesen führen. Diese Tore führen uns zuerst in die geistige  Isolation und in die mentale  Einsamkeit, die es durchzuhalten gilt. Sind diese Gefühlstrukturen überwunden  treten befremdende Gefühle der Gleichgültigkeit und  Glückseligkeit  auf, die gepaart sind mit dem intuitiven Gewahrsein, das alles seine Richtigkeit hat. In diesem oft verwirrenden Zustand verharren wir solange, bis die letzten Reste  an erlerntem Wissen verbrannt wurden.  Hier haben wir bereits den „Point of no return“ überschritten und der große Geist des Menschen hat das Steuer übernommen. Längst sind Eigenwille und Ohnmachtsgedanken verschwunden und trotz aller Verwirrungen, fühlen wir uns umfasst von einer größeren  Intelligenz. Einer Kraft, die uns auf unerklärliche, ja fast magisch zu nennende Weise durch unser Leben lenkt. Wir lernen dabei selbst das Tun zugunsten des höheren Seins aufzugeben und dabei die damit zusammenhängenden Ängste aufzulösen. Das Vertrauen in eine höhere Intelligenz, ein uns tragendes und schützendes liebendes Wesen wächst solange, bis wir uns zutrauen die letzten vorgefassten Meinungen und Überzeugungen aufzugeben.

Was dann geschieht ist eine Erfahrung, die sich nicht in die unzureichendem Begriffe eines dualen, sequentiell eingeschränkten Denkens fassen lässt. Es ist die Erfahrung der Leere, die sich nicht kommunizieren lässt und die von denen, die es erfahren auch nicht kommuniziert wird. Im Bewusstsein der Unmöglichkeit, die Erfahrung der Selbstwerdung auf der Ebene des Denkens, Verstehens und Wissens mitzuteilen,  bleiben sie in der Welt und ziehen durch Ihr Handeln eine Spur der Liebe. Diese Spur wird von jenen gefunden, die selbst bereit sind diesen Weg zu beschreiten. Die anderen werden von ihren wirksamen eingefleischten Programmierungen und  Glaubenssystemen daran gehindert diesen Spuren zu folgen. Ihnen macht die Mitteilung, dass es einen Rückweg gibt, der uns schnell und einfach wieder mit unserem wahren Wesen verbindet,  Angst.  Sie vermeiden ihn  tunlichst und halten sich durch Kritik und Ablenkungen von allem fern, was sie in diese Richtung voran bringen könnte. In der Wahrnehmung derjenigen, die die Unio Mystica bereits erfahren haben, werden sie immer seltener. Und so finden Sie auch immer schwerer  die Spuren der Liebe.

 

Das Floaten ist eine riesige und unermesslich reiche Quelle für neue Erfahrungen, für Erfahrungen des Innen, des Geistes, der wir sind. Nichts wird einem genommen, aber man wird mit etwas unendlich wertvollem belohnt. Manche dieser Belohnungen sind von der  allgemein anerkannten Meinung so weit entfernt, dass es besser ist, darüber nichts zu sagen.

Anderes brilliert wiederum im Intellekt und erzeugt leuchtende Gedanken, die bereitwillig  von der Welt aufgesogen werden.

Es ist ein Glück für die Menschheit, dass das Floaten heute in den Wellness-Trend passt und so vielen Menschen zugänglich wird. Nicht jeder muss das Floaten als psychoanalytische Arbeit oder zur Selbstfindung betreiben, aber jedes Floate n verändert das neuronale Netz unseres Biocomputers. Löst es von den Verklemmungen der Vergangenheit und bringt es in den Zustand der Begeisterung, in dem es neue Einsichten und große Freunde erfahren und begreifen kann.

 

alles liebe

Hans Rosegger

 

  

"Reset für den Geist" in 5 Schritten zu guter Laune

Gehst du dir manchmal selbst auf den Geist? Fühlst du dich gestresst, voller Ängste, Unlust oder hast du einfach nur schlechte Laune, die nicht weichen will?

 

 

Mit einer kleinen aber feinen Übung dem "Reset für den Geist" kannst du deine negativen Gedanken stoppen und schon bald wirst du dich wieder gut fühlen. Diese Übung hilft dir, deinen Fokus zu wechseln von dem, was dich belastet auf das, was dir gut tut. Obwohl viele von uns heute wissen, dass wir mit unseren Gedanken  unsere Gefühlslage festlegen, gelingt es vielen nicht, Kontrolle darüber zu bekommen, was sie denken.  Mit diesem Prozess kannst du dir bewusst machen, wie du denkst und dann deine Konzentration bewusst wechseln. 

 

 

 Reset für den Geist - in 5 Schritten zu guter Laune

 

1. Lege dir einen Stift und einen Block bereit, und stelle dir den Küchenwecker auf 10 Minuten. Dann setze dich bequem aber aufrecht  an einen ruhigen Ort  und schließe die Augen. Atme dreimal tief in deinen unteren Bauch mit der Absicht, deine Gedanken zu beruhigen. Entspanne bewusst deine Schultern und Arme und folge mit deiner Aufmerksamkeit deiner Atmung.

 

2. Stelle dir vor, du bist im Kino und auf der Leinwand erscheinen deine Gedanken. Deine Gedanken kommen und gehen, du schaust einfach nur zu ohne Kommentare abzugeben.

 

3. Nun stell dir zwei Papierkörbe rechts und links neben der Leinwand vor, auf einem steht "positiv" auf dem anderen steht "negativ". Wenn ein Gedanke auf der Leinwand erscheint, lässt du den Gedanken in einen der beiden Papierkörbe fallen. Ohne innere Beteiligung und ohne über den Gedanken nachzudenken. Bleibe bei deiner Absicht, die Gedanken zu beruhigen, sei liebevoll und bewerte nichts.

 

4. Wenn der Wecker klingelt, öffne die Augen und schreibe auf, welche Gedanken dir noch in Erinnerung sind, in dem du 2 Spalten auf dein Blatt machst, eine für "positiv" und eine für "negativ".

Mach das nicht länger als 2 Minuten, dann lege den Stift weg.

 

 

5. Nun dreh das Blatt um und schreibe 5 Dinge auf, für die du dankbar bist. Ganz egal wie groß oder klein es ist, es gibt bestimmt etwas, was dich  heute gefreut hat oder das du nicht missen möchtest in deinem Leben. Schreibe es auf und dann frage dich: Warum bin ich dafür dankbar? Schreibe auch das auf.

 

Wie du feststellen wirst, ist es ausreichend, sich einfach nur seiner Gedanken bewusst zu werden, der positiven wie der negativen, um sie zu beruhigen. Nicht die Gedanken an sich verursachen die negativen Gefühle, sondern der Widerstand, den du dagegen aufbaust. Wenn du dir alles in Ruhe anschaust, erleichterst du dir das Loslassen. Dann kannst du auf Gedanken umschwenken, die dir gut tun, wie zum Beispiel die Dankbarkeit für etwas, das dir gut getan hat.

Wenn du den "Reset für den Geist" öfter übst, bekommst du immer mehr Macht über deine Gedanken und damit auch über deine Gefühle. Genieße diese liebevolle Zuwendung zu dir selbst und ich hoffe, du probierst es!

 

Alles Liebe

Am Anfang war WELLNESS

 

Am Anfang war Wellness

 

Wir fühlten uns gestresst und wollten uns etwas gönnen um unseren Körper und unsere Seele zu entspannen. Dafür war die Wellness-Welle genau richtig. Wellness sagte: „Gehe in deine Komfortzone, lehne dich zurück und entspanne, lass dich verwöhnen und deine Seele baumeln!“ Es war eine Kompensationsbewegung gegen den immer schneller zunehmenden Stress. Sie funktionierte eine zeit lang. Doch als Kompensationsmethode war ihr das Scheitern bereits in die Wiege gelegt.

Die reine Wellness-Wohlfühl-Lehre ist mittlerweile an ihre Grenzen gestoßen und kann nur noch punktuell Linderung gegen den immer dramatischer anwachsenden Stress liefern.

 

Auf WELLNESS folgte SELFNESS

 

Die Zeichen der Zeit stehen auf Selbstveränderung. Wir müssen eigenständiger werden und neue Wege gehen. Heute geht es längst nicht mehr nur ums Wohlfühlen, denn solange der Geist nicht in Balance ist, kann gar nichts in Balance kommen. 

Es ist dringend erforderlich psychische Widerstandskraft und mentale Stärke zu entwickeln und nicht nur bei Ernährung und Bewegung bewusster zu leben. In den nächsten Jahren steht eine intensive Beschäftigung mit dem Bewusstsein an. Und die kann nur auf den wissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten 30 Jahre basieren, die den anstehenden Bewusstseinswandel begleiten. Wir haben die Verantwortung für die Art unseres eigenen Denkens wieder anzunehmen und angesichts einer unruhigen Umwelt mehr Selbstkompetenz (SELFNESS) als Grundlage für mehr Selbstverantwortung und Selbstständigkeit zu entwickeln.

Der Weg zur SELFNESS führt über das Verlassen der bisherigen Wohlfühlzone hin zu einer Ausbreitung dieser Zone auf das, was bisher als "Außenwelt" angesehen wurde. Sie wird auf alles übertragen: Familie, Job, Freizeit, Gesellschafts- und Staatsstrukturen.  Damit das gelingt, ist es unumgänglich sich mit den Defiziten im eigenen Leben zu konfrontieren. SELFNESS fragt: „Wie sind deine Ängste oder problematischen Gefühle entstanden? Wo bist du verletzt worden und wie kompensierst du das heute? Auf welchen Überzeugungen hast du dein Leben aufgebaut? 

SELFNESS verlangt, sich nicht länger um die Verantwortung für das eigenen Wohlergehen zu drücken.

 

Auf SELFNESS folgt MINDNESS

 

MINDNESS bedeutet ein ausgeglichenes Leben durch richtiges Denken zu erschaffen. Wir müssen wieder lernen durch schöne und positive Gedanken das Positive, das Glück und Gesundheit wieder in unserem Leben zu erleben. Das bedeutet das Positive im Leben zu suchen und zu vermehren. Es bedeutet sich vom eigenen Gedankenmüll zu verabschieden und den Kreislauf der Freude in Gang zu setzen. 

Gerade in unseren Breitengraden gibt es hier großen Nachholbedarf. Die östlichen Weisheitsmethoden werden im Westen immer noch als Exoten behandelt. Dabei liefern sie seit Jahrhunderten die Wurzeln für ein ausgeglichenes Leben. Taichi, Qigong und Meditation waren von jeher für Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und Gesundheit förderlich. Nur hat die moderne Sicht der Welt diese Dinge belächelt und ist anderen Werten gefolgt. 

Heute sehen wir an allen Ecken und Enden wohin das geführt hat: Unbewusstes erschaffen einer Realität MUSS schief gehen und erzeugt eine unübersehbare Zahl von Problemen. MINDNESS wird sich dieser Probleme und ihrer Ursachen bewusst. Es ist ein anderes Wort für Bewusstseinserweiterung mit allen damit einhergehenden Änderungen.

 

Wer weiß ob MINDNESS der letzte Schritt sein wird. Wenn wir uns über unsere eigene Natur bewusst werden, erkennen was, wer, wo wir sind und woraus sich die Welt aufbaut, die wir erleben, dann ist nicht absehbar welche Entwicklungsschritte noch folgen werden. Sehr wahrscheinlich wird es zu HEARTNESS kommen... doch das ist im Moment nur mein Traum.

 

 

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