Reset Center Blog

Die Bleiente

Ich bin eine Bleiente… haben sie gesagt, damals, als ich noch gar nicht übergewichtig und beim Badminton ziemlich gut war, aber eben nie schnell und schon gar nicht wendig genug.

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Wer therapiert eigentlich Therapeuten?

 

 

 

 

Mein persönlicher Weg geht doch sehr mit meiner Profession als Therapeutin einher. Oft höre ich Aussagen wie: „Viele Psychologen brauchen ja selbst einen Therapeuten! Wie sollen die uns helfen?“

 

Nun, dahinter steckt die Annahme, dass man psychisch fit sein müsse, um anderen helfen zu können. Das ist definitiv ein Irrtum. Wenn jeder Therapeut erst angstfrei und immer zufrieden sein muss und erst alles in seinem Leben wie geschmiert laufen muss, bevor er seinen Job gut machen kann, dann könnten wir von niemandem etwas über uns lernen, von gar niemandem.

 


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5 Irrtümer der Selbstfindung

 

Zuerst muss ich mich selbst finden, dann kann ich mich auf andere einlassen. Stimmt das?

Zuerst muss ich mich selbst finden, bevor ich meinen Partner verstehen kann. Wirklich?

Zuerst muss ich mich selbst finden, dann kann ich zufrieden sein.

Ehrlich?

Wie oft hast du das schon gehört und gelesen: Liebe dich selbst, vertrau dir selbst, heile dich selbst... dann kannst du etwas bewegen!

 

Lies hier, was damit gemeint ist und was nicht.

 


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Lass Deine Seele sprechen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lass deine Seele sprechen

 

Es gibt eine uralte Therapieform bei der sich ein Mensch aus freien Stücken und mit dem Wunsch des „zu sich selbst Kommens“  für eine gewisse Zeit in völlige Dunkelheit begibt. Die Zeitspanne liegt bei einigen Tagen bis zu Wochen. Heute bezeichnen wir diese  Therapieform  als „Dunkeltherapie“ oder  „Dunkelretreat“. 

 

In gewisser Weise geschieht beim Floaten das Gleiche wie in dieser alten Therapieform.
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Floaten und Gehirn

 

Das Gehirn, der  Biocomputer, des Menschen arbeitet jeden Tag fleißig und ohne Unterlass.  Er programmiert, wird programmiert und frönt seiner Informations-Sucht. Die einzige wirkliche Ruhepause ist die Zeit, wo sich das hochfrequente Bewusstsein  des Menschen verabschiedet. Üblicherweise nennen wir das „schlafen“. 

Nachts im  Bett, lassen wir vom bewussten Denken los, lassen alles beiseite, was es an weltlichen Bedingungen zu beachten gilt und dringen in Sphären vor,  die nicht zum gewohnten Alltag und zur normierten,  allgemeinverbindlichen Realität gehören. Wir verlassen den Bewusstseinsbereich, der größtenteils durch uns und die Gesellschaft programmiert wird.  Ähnliches passiert in der Meditation oder dem luziden Träumen. Es spielt sich meist alles zu einer Zeit ab,  in der wir in der  Übereinkunft leben, ungestört zu sein.

Es gibt aber noch einen Ort, an dem man die seltene Freiheit des Geistes erfahren kann. Einen Ort, an dem man denken und fühlen kann,  was man sich selbst und kein anderer für einen aussucht. Einen Ort, an dem man sich selbst erforschen kann und seine Rolle in dem großen Spiel des universalen Selbst.

Dieser Ort hat verschiedene Namen erhalten:  Samadhitank, Isolationstank, Floatingtank.
Es ist ein Platz, den man aufsucht um "nichts" zu erfahren und trotzdem Antworten zu finden.

Welche Fragen dabei vom Denken gestellt werden ist unerheblich. Ein guter Anfang ist die  eine große Frage:  „Wer bin ich?“ Jedoch sind alle Fragen gleichermaßen geeignet, denn alle stammen aus dem Denken und sind damit für das folgende Geschehen gleichermaßen unwichtig.

Sie dienen zunächst nur der Konzentration des Willens, damit dieser nicht ziellos umherschweift. In einer  Welt mit stark reduzierter Sinneswahrnehmung besteht die Gefahr der geistigen Zerstreuung, weil kein Reiz die Aufmerksamkeit bündelt.

Die Folge ist ein stetiges Hüpfen von einem Gedankengang in den nächsten ohne Ende und ohne Sinn.  Wird jedoch eine in der Seele brennende  Frage aufrecht erhalten, konzentriert sich der Geist auf diese Stelle und fördert ein Universum an Antworten in das Bewusstsein. Manchmal so viele, dass sich der Mensch überflutet und hilflos der Überschwemmung ausgeliefert fühlt.  So richtig, logisch, erhaben und tiefsinnig dieses Universum der Antworten auch sein mag, es ist ein Produkt des Denkens. Es ist ein Ausgraben von altem, seit Äonen angelegtem Wissen. Als bereits vorhandenes Wissen taugt es jedoch nur dazu, eine bereits gestellte Frage mit bereits gegebenen Antworten einzulösen.

Es geschieht nur eine Wiederholung, wenngleich auch die wunderbare des vermeintlichen Lernens.

Sind wir jedoch tatsächlich und mit voller Absicht auf dem Rückweg in unsere wahre Natur, werden wir dieses Universum der Antworten als das erkennen müssen, was es ist: Ein Versuch uns vom einzig richtigen Weg abzubringen.

Diese Erkenntnis ist oft schmerzlich und wir kämpfen mit allem was uns zur Verfügung steht dagegen an. Doch wollen wir tatsächlich zu uns kommen, müssen wir das Universum der Fragen,  des  Denkens und des Wissen Ansammelns verlassen. Wir müssen erkennen, dass jedes Wissen, jede Information den Rückweg verstellt. Wir müssen bereit sein, alles Alte und alles Neue los zu lassen und uns in einen  Zustand absichtsloser  Existenz begeben. Erst wenn alles Angesammelte als Versuch der Ablenkung erkannt  und losgelassen wurde, öffnet sich das Tor zu „Unio mystica“.  Dieser Zustand  ist dadurch gekennzeichnet, dass er niemals denkerisch erfassbar ist, weil er in einer anderen Existenzebene stattfindet. Es sind tausende Bücher darüber geschrieben und Millionen Worte darüber gesagt worden und doch muss die „Unio mystica“ von jedem Menschen selbst erlebt werden. Ohne diese Erfahrung bleibt die menschliche Entwicklung auf einer oberflächlichen mentalen Stufe stecken.

In dem wir uns der Versuchung dauernder Erklärungen entziehen, zermürben wir die Struktur des spiegelnden Denkens, das uns von der Erkenntnis der Wahrheit fern hält. In dem wir uns immer wieder aufs  Neue dem Loslassen jeglicher  Gedanken und ihren Wissensstrukturen hingeben öffnen sich mit absoluter Gewissheit die  Tore, die zur Unio mystica, der Vereinigung mit dem eigenen Wesen führen. Diese Tore führen uns zuerst in die geistige  Isolation und in die mentale  Einsamkeit, die es durchzuhalten gilt. Sind diese Gefühlstrukturen überwunden  treten befremdende Gefühle der Gleichgültigkeit und  Glückseligkeit  auf, die gepaart sind mit dem intuitiven Gewahrsein, das alles seine Richtigkeit hat. In diesem oft verwirrenden Zustand verharren wir solange, bis die letzten Reste  an erlerntem Wissen verbrannt wurden.  Hier haben wir bereits den „Point of no return“ überschritten und der große Geist des Menschen hat das Steuer übernommen. Längst sind Eigenwille und Ohnmachtsgedanken verschwunden und trotz aller Verwirrungen, fühlen wir uns umfasst von einer größeren  Intelligenz. Einer Kraft, die uns auf unerklärliche, ja fast magisch zu nennende Weise durch unser Leben lenkt. Wir lernen dabei selbst das Tun zugunsten des höheren Seins aufzugeben und dabei die damit zusammenhängenden Ängste aufzulösen. Das Vertrauen in eine höhere Intelligenz, ein uns tragendes und schützendes liebendes Wesen wächst solange, bis wir uns zutrauen die letzten vorgefassten Meinungen und Überzeugungen aufzugeben.

Was dann geschieht ist eine Erfahrung, die sich nicht in die unzureichendem Begriffe eines dualen, sequentiell eingeschränkten Denkens fassen lässt. Es ist die Erfahrung der Leere, die sich nicht kommunizieren lässt und die von denen, die es erfahren auch nicht kommuniziert wird. Im Bewusstsein der Unmöglichkeit, die Erfahrung der Selbstwerdung auf der Ebene des Denkens, Verstehens und Wissens mitzuteilen,  bleiben sie in der Welt und ziehen durch Ihr Handeln eine Spur der Liebe. Diese Spur wird von jenen gefunden, die selbst bereit sind diesen Weg zu beschreiten. Die anderen werden von ihren wirksamen eingefleischten Programmierungen und  Glaubenssystemen daran gehindert diesen Spuren zu folgen. Ihnen macht die Mitteilung, dass es einen Rückweg gibt, der uns schnell und einfach wieder mit unserem wahren Wesen verbindet,  Angst.  Sie vermeiden ihn  tunlichst und halten sich durch Kritik und Ablenkungen von allem fern, was sie in diese Richtung voran bringen könnte. In der Wahrnehmung derjenigen, die die Unio Mystica bereits erfahren haben, werden sie immer seltener. Und so finden Sie auch immer schwerer  die Spuren der Liebe.

 

Das Floaten ist eine riesige und unermesslich reiche Quelle für neue Erfahrungen, für Erfahrungen des Innen, des Geistes, der wir sind. Nichts wird einem genommen, aber man wird mit etwas unendlich wertvollem belohnt. Manche dieser Belohnungen sind von der  allgemein anerkannten Meinung so weit entfernt, dass es besser ist, darüber nichts zu sagen.

Anderes brilliert wiederum im Intellekt und erzeugt leuchtende Gedanken, die bereitwillig  von der Welt aufgesogen werden.

Es ist ein Glück für die Menschheit, dass das Floaten heute in den Wellness-Trend passt und so vielen Menschen zugänglich wird. Nicht jeder muss das Floaten als psychoanalytische Arbeit oder zur Selbstfindung betreiben, aber jedes Floate n verändert das neuronale Netz unseres Biocomputers. Löst es von den Verklemmungen der Vergangenheit und bringt es in den Zustand der Begeisterung, in dem es neue Einsichten und große Freunde erfahren und begreifen kann.

 

alles liebe

Hans Rosegger

 

  

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