Meditation

 

Meditation ist eines der ältesten und letzten Abenteuer der menschlichen Existenz und wie es Rumi sagte:

 

Ich habe die ganze Welt durchwandert

auf der Suche nach Gott,

und ich habe ihn nirgends gefunden.

 

Als ich wieder nach Hause kam

stand er in der Tür meines Herzens und sagte:

Hier warte ich seit Ewigkeiten auf dich.

Dann bin ich mit ihm ins Haus meines Herzens gegangen.

 

 

Die im Reset Center angebotenen Meditationen sind in ihrer Form an das Zazen angelehnt. Zazen ist das Sitzen am Boden in einer aufrechten und stillen Körperhaltung. Doch es folgt nicht der buddhistischen Lehre des Zen. In diesem Sinne ist die Meditation überkonfessionell und keiner Religion verpflichtet. Allerdings ist sie den doktrinfreien Lehren der großen europäischen Mystiker wie Meister Eckard, Jacob Böhme oder Johannes vom Kreuz eng verbunden.

Doch darum geht es im Grunde gar nicht. Das ist wieder nur ein Spiel des rastlosen Tamagotchis, unseres Egos, das alles für seine Zwecke vereinnahmen will.

 

Die Meditationen, wie ich sie leite, zielen auf die Weiterentwicklung des Menschen ab und stellen ihn wieder in seinen kreatürlichen Kraftpunkt.  Das bedeutet zunächst den Gedankenapparat zu beruhigen indem er beschäftigt wird. Erst wenn eine relative Ruhe der Gedanken erreicht ist, gehen wir zur Kontemplation und später zur gegenstandslosen Meditation über.

Meine Meditationen sind Zeiten der Stille und Zeiten der aktiven geistigen Bewegung. So können wir wieder den Grund in uns entdeckendem alle geistige Bewegung entsteigt. Wir lernen wieder Herr unserer Gedanken und in Folge unserer Gefühle zu sein und betreten die Ebene der heiteren Gelassenheit.

 

Das Hauptproblem in unserer westlichen Lebensweise ist die künstliche Verkomplizierung unseres Alltags. Unser Tamagotchi baut eine Sorgen-Struktur auf, die uns keine Zeit mehr zur Besinnung lässt. Die Folge davon ist die Empfindung, dass alles immer schneller gehen muss und das die Zeit verfliegt. Wenn wir diesen Trend ändern wollen, müssen wir in uns aufräumen und uns von den überwältigenden Konzepten und Strategien befreien, die das Tamagotchi aufgetürmt hat, damit es für uns lebenswichtig bleibt.

 

Meditation ist in meiner Überzeugung die einzige Möglichkeit das Tamagotchi (trad. EGO genannt) zu wandeln. Mit ihr stellt sich uns ein Weg vor, auf dem sich alles andere nahezu von selbst ergibt. Wie wir leben, hängt davon ab, ob und wie wir meditieren. Dabei kommt es nicht auf eine spezielle Technik an, sondern auf die Fähigkeit unseren Geist von Anhaftungen, Konditionierungen und altem Ballast zu befreien. Da Meditation nicht im luftleeren Raum stattfindet, sondern in der Person, die wir darstellen, ihrem Körper und ihrer psychologischen Struktur, muss sie unseren kulturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen angepasst sein. Deshalb gehen wir im Westen mit Meditation anders um, als es im Osten der Fall ist.

Der Grund dafür ist einfach: Man kann nichts transzendieren, das nicht zuvor beobachtet und möglichst umfassend, erfahren wurde. 

Jeder Meditationsprozess ist in sich verschachtelt und eingewickelt. Es gibt keine wirkliche Struktur darin. Alles was an Struktur gesagt und erdacht wird, ist eine Kreation des Tamagotchis, das auf diese Weise versucht existent zu bleiben.  Diese Zusammenarbeit mit dem Tamagotchi stellt für eine gewisse Zeit eine solide Grundlage sowohl für Selbstverwirklichung als auch für den meditativen Lebensweg dar. Sie wird aber eines Tages enden, wenn die Übung selbst die Meditation überschreitet, denn der Übergang in die Wirklichkeit ist dem materiebehafteten Tamagotchi nicht möglich.

 

Anders gesagt, beginnt der meditative Prozess immer im gegenwärtigen Augenblick und bezieht dessen Bedingtheit vollständig mit ein. Es sollte in den Anfangsphasen keine Loslösung von der Welt oder Abdriften in geistige Sphären geben, denn die Stufe der biologischen Existenz ist die Wurzelebene jeder spirituellen Entwicklung. Sie muss auf jeden Fall gut entwickelt sein, damit in die persönlichen und kollektiven morphischen Felder und andere in supramentale Informationsfelder vorgedrungen werden kann. In jedem Fall ist die Meditation ein Prozess, der alle Wesensschichten des Übenden erfasst und ganzheitlich-gleichzeitig beeinflusst. So ist es u.A. nicht möglich die morphischen Informationsfelder wahrzunehmen, ohne die Bedingungen dafür in den biologischen Ebenen erreicht zu haben.

 

Unser materieller Lebensausdruck, den wir der Einfachheit halber als unseren "Körper" bezeichnen, ist in sich ein sehr komplexes System, dass uns auf allen Ebenen integriert. Die Gesamtheit dieses Systems wird durch den meditativen Prozess beeinflusst und da wir in der physischen Existenz ein biologisches System zu sein glauben, ist es unbedingt erforderlich diese Vorstellung in einen ausbalancierten Zustand zu bringen. 

 

Die ersten Übungen des Meditationsprozesses bestehen daher in erster Linie aus der Beruhigung des nervös-motorischen Systems und dessen Ausbalancierung. Diese Übungsebene ist von Techniken des Autogenen Trainings, des Biofeedback und anderen Entspannungsübungen nicht zu unterscheiden. Darauf aufbauend folgen  Übungen für die endokrinen Systeme, die darauf abzielen diese Systeme in einen ruhigen Zustand zu versetzen. Hier finden Techniken wie Yoga, Trance- und Suggestionsmethoden ihre Anwendung. Danach zielen die Übungen auf die Balancierung der synaptischen Systeme und die Auflösung geistiger Voreingenommenheiten. Hier gehen die Techniken fließend in Übungen über, die in der Psychotherapie entwickelt wurden. Die eingesetzten Methoden werden dem Entwicklungsfortschritt angemessen immer feiner und sanfter, bis der Prozess es dem Übenden erlaubt in ein stabiles, offenes, gegenstandsloses Gewahrsein einzutreten.

Erst ab diesem Moment erfüllt der Prozess die traditionellen Erwartungen an 'Meditation' und verdient diese Bezeichnung.

 

Der Zustand des offenen Gewahrseins, in dem das Tamagotchi freiwillig zur Seite tritt, ist die Grundlage für den Eintritt in die supramentalen Informationsfelder. Hier treten verstärkt transpersonale Erfahrungen auf und müssen integriert werden. Die Integration solcher Grenzerfahrungen erfordern eine aktive Begleitung des Übenden durch jemanden, der diese Erfahrungen bereits kennt und mit der erforderlichen Klarheit, dem Übenden hilft dessen Erfahrungen in seinen Lebensausdruck zu integrieren.

 

Die weiter folgenden "Ebenen" eröffnen sich jedem Menschen individuell und sie können nur subjektiv definiert oder beschrieben werden. Diese Erfahrungen und Erkenntnisse sind sehr persönlich und abhängig von der existentiellen Präposition des Übenden. Hier öffnet sich ihm ein spiritueller Bereich, der ihn vollständig verändert und mit intimem Wissen versorgt.  Im besten Fall wird der Übende vom Licht der Liebe durchleuchtet ohne dass eine Interpretation seiner Wahrnehmung erfolgt. Oder das aufscheinende innere Licht projiziert noch die eine oder andere Schliere und Färbung in das Lebenshologramm und es kommt zu  intensiven spirituellen Erfahrungen, die kaum je wieder aufgelöst werden können.  

Hier sind die Antworten vorhanden, die alles Fragen für immer beenden.
Hier geschieht die Retransformation des Menschen in seine tatsächliche Wirklichkeit, in die Interdimensionalität seines göttlichen Kerns.

 

Wenn wir uns aber weiter entwickeln wollen und den Schritt in ein erwachsenes Bewusstsein wagen, dann müssen wir bereit sein die vergangenen Überzeugungen aufzugeben und uns dem Leben unvoreingenommen stellen. wir müssen uns wieder wohlfühlen in unserem Leben, damit wir lernen können. Je stiller und ruhier wir das im Innen und Außen angehen, desto erfolgreicher und effektiver werden wir das bewerkstelligen. 

Meditation birgt die Fähigkeit dazu. Sie bringt uns dazu die wichtigen Fragen zu stellen und uns dann auf den Weg zu machen, nach den Antworten zu suchen.  Wie sich dabei unser Leben gebärdet hängt davon ab, wie wir uns fühlen und welchen Wert wir diesem Fühlen beimessen. Wenn wir uns selbst wertschätzen, dann werden wir darauf achten uns bei der Suche nach den Antworten wohl zu fühlen, weil wir dann wissen, dass unsere Gedanken und Gefühleunsere Realität erzeugen.

Meditation ist eine Zäsur im Alltag, die uns wieder mit unserer Wirklichkeit verbindet. dabei spielt es keine Rolle durch welche Methode der "Meditationszustand" erreicht wurde. Hier gibt es schwere und leichte Wege. Ich habe mich dazu entschlossen, nachdem ich viele Jahre einen schweren Weg gegangen bin, nun den leichten zu nehmen und auf dessen Basis anderen Menschen den Weg zu erleichtern.

Im Reset Center oder bei Joans-Coaching sind die weiteren Informationen dafür zu finden.

 

alles liebe

Joan